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WPI-MANA-Team erzeugt flexible Musterung auf flüssigen Murmeltröpfchen

22.07.2021 | 03:10 Uhr | Ressort: wirtschaft | Quelle: Presseportal


Tsukuba, Japan (ots/PRNewswire) - Ein Team am WPI-MANA hat eine flexible Musterung von funktionalen Partikeln auf der Oberfläche von flüssigen Murmeltröpfchen in einem Patchwork-Design geschaffen. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Tröpfchen ihr makroskopisches Verhalten zwischen einem stabilen und einem aktiven Zustand auf superabweisenden Oberflächen in situ wechseln können, indem sie die Oberflächenpartikel einklemmen und entklemmen.

(Bild: https://kyodonewsprwire.jp/prwfile/release/M105739/202107127520/_prw_PI1fl_YeT4hwA1.jpg)

Feste Partikel im Nanometer- bis Mikrometerbereich haften irreversibel an Flüssigkeitsoberflächen, was zu neuen Produkten und Konzepten wie Pulverschaum, Trockenwasser und Flüssigkeitsmurmeln (LMs) geführt hat.

LMs bestehen aus Tröpfchen, die von hydrophoben Feststoffpartikeln umhüllt sind, die sich wie ein nicht benetzender weicher Feststoff verhalten. Dank dieser Eigenschaft haben LMs Anwendungen in der Fluidik und in weichen Vorrichtungen gefunden, und es wurde eine Vielzahl von funktionalen Partikeln synthetisiert, um funktionale LMs zu bilden. Es ist jedoch schwierig, multifunktionale LMs zu bilden, indem mehrere Arten von funktionalen Partikeln integriert werden.

Aktive LMs koaleszieren hydrostatisch und bilden ein selbstsortiertes Partikelmuster auf der Tröpfchenoberfläche. Mit der Unterstützung der LM-Handling-Robotik führen zyklische Aktivierungs-Manipulations-Koaleszenz-Stabilisierungsprotokolle nach Bedarf durch LMs mit unterschiedlichen Größen und Partikeltypen zu einem zuverlässigen Design von mehrflächigen LMs. Auf der Grundlage dieses Konzepts entwickelte das WPI-MANA-Team ein einziges bifunktionales LM aus zwei monofunktionalen LMs als fortschrittlichen Tröpfchenträger.

Das Team zeigte, dass sich das makroskopische Verhalten von LMs zwischen fest und flüssig in situ umschalten lässt, indem man die Packungsdichte ändert. Im Gegensatz hierzu benötigen die meisten anderen Materialien thermische Energie und/oder Druck, um zwischen den beiden Zuständen zu wechseln.

Während das Einklemmen von Partikeln zur Herstellung von Tröpfchen mit festkörperähnlichem Verhalten in der Vergangenheit untersucht wurde, bietet das Konzept eines reversiblen Grenzflächeneinklemmens an der Fluid-Fluid-Grenzfläche zur Aktivierung/Stabilisierung von LMs eine neue Plattform für die Entwicklung der Kolloid- und Soft-Matter-Wissenschaft.

Das Team glaubt, dass diese Eigenschaft für materialwissenschaftliche Forscher sehr interessant sein könnte.

Diese Forschung wurde von Mizuki Tenjimbayashi, unabhängiger Wissenschaftler (WPI-MANA, National Institute for Materials Science), und seinen Mitarbeitern durchgeführt.

"Liquid Marble Patchwork on Super-Repellent Surface", Mizuki Tenjimbayashi et al., Advanced Functional Materials (19. Februar 2021)

https://doi.org/10.1002/adfm.202010957

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