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Gemeinsam evangelisch handeln/ Kirchenpräsident Christian Schad betont als Vorsitzender des Präsidiums und der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen die Stärke protestantischer Vielfalt

08.11.2019 | 15:53 Uhr | Ressort: Vermischtes | Quelle: Presseportal


Hannover (ots) - "Die Union Evangelischer Kirchen (UEK) hat in den letzten
Jahren der Vertiefung vertrauensvoller Gemeinsamkeit in der Evangelischen Kirche
in Deutschland gedient". Dies hat Kirchenpräsident Christian Schad vor der in
Dresden tagenden Vollkonferenz der UEK erklärt. Das sei vor allem den in ihr
handelnden Personen zu verdanken.

Schad betonte darum in seinem Bericht die Notwendigkeit des Fortbestandes der
UEK über das Jahr 2021 hinaus. Satzungsgemäß muss die Vollkonferenz bei ihrer
Tagung über den Fortbestand der UEK entscheiden. Für deren Vorsitzenden ist es
wichtig, "dass in die Partitur des deutschen - regional wie konfessionell und an
Frömmigkeitstypen so vielfältigen - Protestantismus die Stimme der unierten
Kirchen fest eingeschrieben bleibt." Sie stünden für das Miteinander von
reformierter, auf Zwingli und Calvin zurückgehender, und lutherischer Tradition.
Der pfälzische Kirchenpräsident ist Vorsitzender des Präsidiums und der
Vollkonferenz der UEK.

Die Unionskirchen hielten deshalb "sowohl das unierte und reformierte, als auch
das lutherische Erbe lebendig", so Christian Schad. Dies werde besonders durch
das neue liturgische Buch mit den Bibelabschnitten für den evangelischen
Gottesdienst deutlich, das 2018 erstmals gemeinsam mit der Vereinigten
Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) herausgegeben wurde.
Insofern sei die theologische und die liturgische Arbeit auch in Zukunft der
Aufgabenkern der UEK.

Die Zusammenarbeit von UEK und VELKD sei auch darüber hinaus weiter intensiviert
worden, so der Kirchenpräsident. Aus dem Verbindungsmodell sei mittlerweile der
"Status der Verbundenheit" der beiden Kirchenzusammenschlüsse innerhalb der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erreicht worden. Man sei nun
"gemeinsam evangelisch" unterwegs. In vielen Arbeitsbereichen gäbe es hilfreiche
Übereinkünfte. So sei es das Ergebnis eines Symposiums zum Thema "Ordination im
Ehrenamt", dem Kirchenpräsident Schad vorsaß, dass "Ordination" und
"Beauftragung" von Prädikanten in den Gliedkirchen der EKD gleichermaßen Formen
der ordnungsgemäßen Berufung in den einen, unteilbaren und öffentlichen Dienst
an Wort und Sakrament seien. Diese hätten deshalb zeitlich unbefristet und
räumlich unbeschränkt zu geschehen. In Zukunft sollen auch gemeinsame
Mindeststandards bei der Ausbildung der Prädikanten sowie einheitliche
Rahmenordnungen des kirchlichen Lebens verfasst werden.

Die Vollkonferenz der UEK werde sich im kommenden Jahr dem Thema "Das Handeln
Gottes in der Erfahrung des Glaubens" widmen, so Schad. In Zukunft wolle man
verstärkt eigene Schwerpunkte setzen - und damit bis in die Kirchenbezirke
hineinwirken.

Der Kirchenpräsident erinnerte in seinem Bericht überdies an die vielfältigen
theologischen Aufgabenbereiche der UEK. Dazu zählen unter anderem das
Evangelische Predigerseminar in Wittenberg, die Konsultation "Kirchenleitung und
wissenschaftliche Theologie", die Historische Kommission zur Erforschung des
Pietismus und die alle zwei Jahre erfolgende Vergabe des Karl-Barth-Preises.

Hintergrund: Die UEK ist ein Zusammenschluss von zwölf Kirchen unierten,
reformierten und lutherischen Bekenntnisses in der Evangelischen Kirche in
Deutschland. Die UEK hat rund zwölf Millionen Kirchenmitglieder, die
Vollkonferenz ist ihr höchstes Gremium. Dieser gehören 103 Mitglieder an.

Dresden/Speyer, 8. November 2019

Pressestelle der UEK



Pressekontakt:
Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
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